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Enduroclub Lingen lässt sich zu mobilen Rettern schulen.

 

Am 07. April 2017 fand der Clubabend unter einem besonderen Vorzeichen statt. Die Mitglieder des Clubs ließen sich zu sog. „Mobilen Rettern“ schulen.

 

Mobile Retter ist ein Smartphone basiertes Alarmierungssystem für qualifizierte Ersthelfer mit dem sie die Überlebensrate bei Herz-Kreislauf-Stillständen durch schnell eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen maßgeblich verbessern können. Gekoppelt an das Einsatzleitsystem der Rettungsleitstellen hat das Mobile Retter-System das Potential für eine bundesweite Verbreitung.

 

Im Idealfall erreicht der Mobile Retter den Patienten durch seine räumliche Nähe zur Notfalladresse viel schneller als der Rettungsdienst und kann bereits mit lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen. Denn es gilt die Regel „Time is Brain“ und die Überlebenschance des Patienten steigt durch einen schnellen Beginn der medizinischen Behandlung drastisch.

 

Denn: In Deutschland erleiden jährlich 75.000 Menschen (Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim: 350) einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Lediglich 5000 (Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim: 25) davon können derzeit erfolgreich reanimiert werden, da aufgrund der Eintreffzeit des Rettungsdienstes mit durchschnittlich 9 min die Wiederbelebungsmaßnahmen häufig zu spät eingeleitet werden. Denn bereits nach 3 – 5 min sterben Gehirnzellen irreparabel ab.

 

Untersuchungen belegen, dass bei einer schnellen flächendeckenden medizinischen Erstversorgung dieser lebensbedrohlichen Notfälle mehr als 10.000 Menschenleben pro Jahr in Deutschland gerettet werden können. ( Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim: 50)

 

Der Mobile Retter soll und kann den professionellen Rettungsdienst nicht ersetzen, er kann jedoch ein maßgeblicher Faktor sein, um das sog. therapiefreie Intervall zu verkürzen.

 

 

Bei einem Notruf wegen plötzlicher Bewusstlosigkeit und Verdacht auf Herz-Kreislauf-Stillstand, wird über die Rettungsleitstelle die Alarmierung der Mobilen Retter in der direkten Nähe des Notfallortes in Gang gesetzt. Nur in diesem Augenblick werden die Mobilen Retter für den Einsatz geortet.

 

In der etwa zweistündigen Schulung, unter Leitung von Norbert Boyer, Fachbereichsleiter Breitenausbildung beim DRK KV-Emsland und Lisa Kroner, stellv. Fachbereichsleiterin, DRK KV-Emsland, wurden theoretische wie praktische Fertigkeiten geschult und trainiert. Im theoretischen Teil geht es um die Hintergründe ( s.o.),rechtlichen Aspekte des Systems und die technische Umsetzung auf dem eigenen Mobiltelefon. Im praktischen Teil wird erläutert und trainiert, mit welch einfachen Mitteln und Fertigkeiten die Überlebenschance des Betroffenen signifikant verbessert werden kann.

 

Dieses System ist in unseren beiden Landkreisen seit Dezember 2016 etabliert und benötigt flächendeckend mindestens 1500 freiwillig Engagierte. Wir haben uns gerne bereit erklärt, dies zu unterstützen.

 

Der E.C.L. mal etwas anders unterwegs...

Mit Herz und Verband!
Schulsanitätsdienst Wettkampf am 14.06.2016 in den Emslandhallen in Lingen.
Am 14.06.2016 fand zum 6. Mal der Schulsanitätsdienst „ Mit Herz und Verband“ in
den Emslandhallen statt. Schulsanitäter werden von den Hilfsorganisationen
ausgebildet, um im Ernstfall in den Schulen erweiterte Erste Hilfe leisten zu können.
Der Wettbewerb wurde wie jedes Jahr vom DRK Kreisverband Emsland und
Kreisverband Celle organisiert und ausgerichtet. Die Gruppen sind eingeteilt in „
Unter 14 Jahren“ und „ Ab 14 Jahren“. So kamen 650 Schülerinnen und Schüler aus
Niedersachsen, Nordrhein - Westfalen, Bremen und Hessen zusammen, um sich im
Wettstreit zu messen. Jede Gruppe bestand aus 5 Schülern. Es mussten
Geschicklichkeits,- und Gruppenspiele aber vor Allem, Erste Hilfe Aufgaben gelöst
werden. 15 Stationen wurden im Laufe des Tages so abgearbeitet. An jeder Station
mussten gleichzeitig 8 Gruppen angeleitet und bewertet werden. 6 Minuten Zeit
waren die Vorgabe der Spielleitung, um diese Aufgaben zu lösen.
Wir haben uns an dieser Veranstaltung beteiligt. Zunächst haben zwei Clubmitglieder
am Eröffnungssketch mitgespielt.
Am Stand des Enduroclubs mussten die Schüler dann große Handschuhe anziehen.
Mit diesen war eine Schutzhaube und ein Helm aufzusetzen. Ein Crossreifen musste
mit einer Hand im Slalom durch einen Parcour gerollt werden, durfte die Bahn nicht
verlassen und nicht umkippen. Die Pylonen, die den Slalom vorgaben, durften nicht
verschoben werden. Bei einem Fehler, musste der Teilnehmer wieder am Anfang
beginnen. Wer eine komplette Bahn geschafft hatte, bekam 20 Punkte, denn die
Vorgabe der Spielleitung war, dass in den 6 min max 100 Punkte erreicht werden
können müssen. Alle sechs Minuten wurde mit Blaulicht und Martinshorn das Signal
zum Start oder Ende einer Aufgabe für alle 650 Schülerinnen und Schüler, gegeben.
Die Teilnehmer hatten 6 Minuten Zeit, die Stationen nach festem Plan zu wechseln,
und wir hatten Zeit die neuen Gruppen in ihre Aufgabe einzuweisen.
Zur Vorbereitung hatten wir uns ein paarmal getroffen um eine Aufgabe zu finden
und diese dann auch durchzuspielen, mussten ja selber wissen, ob das in sechs min
möglich ist. Wir hatten jede Menge Spaß, aber viel wichtiger ist, dass es dem
Großteil der Schülerinnen und Schüler bei unserer Aufgabe auch viel Spaß bereitet
hat. Wir sind und alle einig: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei. Mal sehen,
welches Spiel uns dazu dann einfällt.